Bei den österreichischen Wirtschaftskammerwahlen wurde Gülten Karagöz zur neuen Landesinnungsmeisterin der Friseure Wien gewählt. Sie übernimmt das Amt von Marcus Eisinger. Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter, Kommerzialrat Peter K. Schaider, konnte sie die Wahl für sich entscheiden: Von insgesamt 15 Mandaten entfielen 11 auf Karagöz und ihr Team.
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Der Wahl ging ein intensiver Wahlkampf voraus, bei dem sechs verschiedene Listen um die insgesamt 14 Mandate in der Landesinnung der Friseure Wien konkurrierten. Mit dem „Team SWV Wien“ konnte sich Gülten Karagöz, die bisher als Innungsmeister-Stellvertreterin tätig war, gegen den bisherigen Amtsinhaber Marcus Eisinger durchsetzen. Zu ihrem Stellvertreter wurde Peter Schaider gewählt, womit wichtige Kontinuität in der Führung der Innung gewährleistet ist. Die Wahlbeteiligung unter den 1.842 wahlberechtigten Wiener Friseurunternehmen lag mit 35.1 % über dem Durchschnitt, was das große Interesse der Branche an ihrer Interessensvertretung widerspiegelt, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Wirtschaftskammerwahlen, die im fünfjährigen Rhythmus stattfinden, bestimmen maßgeblich die zukünftige Ausrichtung der gesetzlichen Interessensvertretung aller Friseurbetriebe.
Neue Impulse für die Wiener Friseurbranche
In ihrer ersten Stellungnahme nach der Wahl kündigte Karagöz an, neue Akzente zu setzen: „Gemeinsam mit meinem Team werde ich mich mit ganzer Kraft für die Anliegen unserer Branche einsetzen. Unser Ziel ist es, die Wiener Friseure bestmöglich zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für unser Handwerk nachhaltig zu verbessern“.
Die neue Innungsmeisterin übernimmt die Führung der Innung in herausfordernden Zeiten. Die Wiener Friseurbranche mit ihren rund 5.000 Beschäftigten steht vor bedeutenden Herausforderungen wie Fachkräftemangel, digitaler Transformation und der Notwendigkeit, den Beruf für junge Menschen attraktiver zu gestalten. Besonders der hohe Anteil von rund 60% Ein-Personen-Unternehmen in Wien stellt die Branche vor besondere Aufgaben in der Lehrlingsausbildung, heißt es weiter.
Keine neuen Steuern auf Trinkgelder
Die aktuellen Nachforderungen der Österreichischen Gesundheitskasse im Zusammenhang mit der Trinkgeldpauschale sorgen für erhebliche Unsicherheit in der Branche. Karagöz spricht sich für die Beibehaltung der Steuer- und Abgabenfreiheit von Trinkgeldern aus. „Trinkgelder sind ein Zeichen der Anerkennung und dürfen nicht als zusätzliche Steuerquelle betrachtet werden.“ Die Wiener Friseurinnung setzt sich seit Langem intensiv dafür ein, auf bundespolitischer Ebene eine nachhaltige Lösung zu erreichen und die Steuerfreiheit von Trinkgeldern gesetzlich zu verankern.
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